Der nackte Kaiser

Komödie nach Herrand von Wildonie, Juan Manuel und H.C. Andersen.

Die Bevölkerung wird von einem Kaiser regiert, der nur sich, seine Kleider, Klamotten und Kragen im Kopf hat und darüber das Leben und die Sorgen der Menschen im Land vergisst. Seit der Regent auf dem Thron sitzt, beobachtet und beschneidet er die Leute. Nur ihm und seiner Entourage, jenen Leuten, die zu seinem engen Umfeld gehören und die seine Gefolgschaft bilden, fehlt es an nichts. In ihrer Not, demonstrieren die Leute vor dem Schloss und machen ihrem Ärger Luft: Veräppeln lassen sie sich nicht länger. Manne und Wiebke, zwei von jenen, die von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können, fassen einen Plan. Sie werden ‚Weber‘ und ‚Schneiderin‘ und bieten dem Monarchen Kleider an, die besondere Eigenschaften haben. Nur derjenige kann sie sehen, der für sein Amt geeignet ist. Die Adaption des weltbekannten Sujets stellt, in Sprache und Szene, mit Spaß am Spiel, Fragen über Macht, Herrschaft und Hierarchieglauben, über Wahrheit und soziale Gerechtigkeit.

… Ein Gedicht zum Spiel …

AUF DER BÜHNE NACHT
Das Spiel beginnt
Der Kaiser wühlt im Schrank
Und träumt von neuen Gewändern
Das Land ist auf den Hund gekommen
Am Rande des Marktplatzes
Zwei nicht mehr gebrauchte
Ihr Tag beginnt mit einer Idee
Was wäre
Wenn man tut
Was man kann
Der Kaiser hält sich an seiner Krone fest
Und jongliert mit Äpfeln umher
Weber und Schneiderin nehmen ihm Maß
Der Minister sagt nicht
Was er sieht
Der Beamte bildet sich was ein
Der Kaiser sieht sich
Und sieht nichts
Ein Kind sagt
Was es sieht

Den Text für das Schauspiel können Sie unter der in der Rubrik ‚Rechte‘ genannten Anschrift erhalten.